Szenario August 2019 - Operation Westwind

  • OPERATION WESTWIND


    Szenario Setting

    Karte Weferlingen
    Seite Bundeswehr / NATO
    Feind NVA / Warschauer Pakt
    Ausrüstung BW Ausrüstung der 80er


    Geschichte / Situation:

    (Vielen Dank an Pepsi fürs Schreiben der Texte!! )


    Mitte der 80er Jahre putschen sich Hardliner unter der Führung Generals Wladimir Soschkin an die Spitze der KPdSU. Die Machthaber der Sowjetstaaten reagieren auf die daraufhin folgenden Unruhen mit unerwartet brutaler Gewalt. Die Lage in der DDR eskaliert nach Schüssen auf Demonstranten in Leipzig und an der Berliner Mauer. Vor diesem Hintergrund betrachtet die NATO wenige Monate später einen Präventivschlag gegen den Osten als legitimiert: Westdeutsche Truppen rücken im Winter Anfang 1986 in das Staatsgebiet der DDR ein. Die Welt steht an der Schwelle zu einem Dritten Weltkrieg.


    Zunehmend spürbare Defizite durch jahrelange Versäumnisse der sowjetischen Staatsführung speisen eine wachsende Protestbewegung in den Ostblockstaaten: fehlende Ausrüstung und Rohstoffe lähmen die Produktivität staatlicher Betriebe und verknappen die Konsumgüterversorgung. Betriebsunfälle häufen sich, Havarien - häufig vertuscht oder bagatellisiert - stellen eine akute Gefahr für Mensch und Natur dar. Schikanen staatlicher Instanzen und ein schwelender Generationenkonflikt sind Katalysatoren sozialer Spannungen.

    Viele setzen ihre Hoffnungen auf die Erneuerungspolitik Michail Gorbatschows; gehen auf die Straße; demonstrieren friedlich für eine Modernisierung oder ein Ausreiserecht im Rahmen von Glasnost und Perestroika.


    Während politische Eliten in der DDR unbeeindruckt über die Rolle als erste Bastion gegen die westliche Bedrohung polemisieren, besucht Gorbatschow die Demonstranten im ostdeutschen Teil Berlins. Kurz nach seiner Rückreise nach Moskau verkünden die Sowjetmedien, den Rücktritt des Parteichefs aus gesundheitlichen Gründen. Gorbatschow selbst verschwindet praktisch über Nacht spurlos von der Bildfläche – ein Schock für seine Anhänger. In den darauffolgenden Unruhen setzen sich die politischen Hardliner unter der Führung Generals Wladimir Soschkin schnell gegen die hauptsächlich zivilen Gegner durch, und übernehmen in einem defacto Putsch die Führung. Soschkin erklärt sich zum neuen Parteivorsitzenden und das Ende aller „revisionistischen Maßnahmen“ der Vorgängerregierung. Seine Rhetorik erklärt Gorbatschows Visionen zur „Subversion des imperialistischen Auslands“ und fordert die Länder des Warschauer Vertrages auf, jeglichen Widerstand endgültig und ausnahmslos zu zerschlagen.


    Die Protestbewegungen werden nun brutal verfolgt. Dabei sind die staatlichen Kräfte vor Ort meist nicht für ein solches Szenario im Innern trainiert und reagieren entsprechend unkoordiniert und unverhältnismäßig. In der DDR sieht sich das SED-Regime mit der Situation völlig überfordert und erteilt bei einer friedlichen Demonstration in Leipzig den Befehl auf Zivilisten zu schießen. Honecker erbittet Unterstützung durch die Sowjetische Armee, doch Moskau reagiert aufgrund der Spannungen in ganz Osteuropa nur sehr langsam. Als ein Video des Leipzig-Massakers in den Westen gelangt, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen: An der Berliner Mauer eskaliert sich die Stimmung der Bevölkerung gegen die Sowjetischen Machthaber. Es kommt zu vereinzelten Grenzüberschreitungen auf beiden Seiten und kleineren Tumulten. Erneut fallen Schüsse. 23 Menschen - ost- und westdeutsche Bürger - werden getötet.


    Nach den Toten von Berlin und der anhaltenden Gewalt der Staatsakteure gegen jeglichen friedlichen Widerstand bilden DDR-Bürger, desertierte NVA-Soldaten und Angehörige der Volkspolizei nun mehrere gewaltbereite Widerstandsgruppen. Die Unruhen münden ab Herbst 1985 in einen bewaffneten Bürgerkrieg.

    Angesichts eines zunehmend unberechenbar gewordenen Gegners betrachtet die NATO die Strategie der Abschreckungspolitik als gescheitert und beschließen mit „kontrollierter Eskalation“ zu reagieren: Anfang 1986 starten westdeutsche Truppen, unterstützt von britischem und US amerikanischem Militär, einen Präventivschlag mit dem kurzfristigen Ziel, den Bürgerkrieg in der DDR zu beenden: Die hochriskante Operation „Westwind“ markiert das Ende des Kalten Krieges und bringt die Welt an den Rand eines Dritten Weltkriegs.


    "Kurzer" Story-Trailer:


    Auftrag:

    Das Primärziel von Operation Westwind ist die rasche Beendigung des Bürgerkriegs in der DDR. Die schrittweise Eroberung des Staatsgebietes sowie die Stellungssicherung an der Ostgrenze der DDR.


    Die Operation wird sich über mehrere Phasen erstrecken; für die Kräfte bei Weferlingen ergeben sich folgende vorläufige Aufgaben und Ziele:


    Phase 1:

    • Angriff auf Weferlingen und Umgebung
    • Sicherung der Grenzanlagen
    • Sicherung aller Dörfer in Grenznähe
    • Errichtung eines Brückenkopfes bei Weferlingen
    • Unterstützung der Widerstandskämpfer


    Phase 2:

    • Versorgung der Zivilbevölkerung entlang des Frontabschnitts Weferlingen
    • Evakuierung der Zivilbevölkerung in gefährdeten Gebieten
    • Entwaffnung der Widerstandskämpfer


    Phase 3:

    • Weiteres Vorrücken ins Feindgebiet

    Kontingent an Fahrzeugen:

    • aufgrund des umfangreichen Szenarios schwierig im Voraus zu planen; wird durchweg stark variieren...
    • genutzt werden vor allem die Fahrzeuge der Bundeswehr (Leopard 1, M113, Fuchs, Marder, Wiesel, Iltis, Wolf usw.)
    • Lufteinheiten stehen in Form von Tornados, UH-1, BO-105 zur Verfügung
  • Der Grenzübertritt - 24.07.2019



    In den frühen Morgenstunden des 2. Februars 1986 übertraten die ersten Truppen der Bundeswehr erfolgreich die Staatsgrenze der DDR. Ein kleines Ablenkungsmanöver bei den Grenzposten südlich von Weferlingen markiert den Beginn der größten militärischen Offensive seit dem 2. Weltkrieg.


    Kurz darauf begann der Angriff auf die Stadt Weferlingen, direkt hinter den Grenzanlagen der innerdeutschen Grenze. Aufgrund von Verzögerungen beim Vorrücken der Streitkräfte im Süden und der damit verbundenen Verstärkung der NVA-Truppen bei Weferlingen, konnte die Stadt nur unter großen Verlusten genommen werden. Zusätzlich konnte ein Nachschublager der NVA übernommen werden, das als Ausgangspunkt für das weitere Vorrücken Richtung Süden dienen soll.


    Gleichzeitig wurde allerdings eine wichtige Grundlage für den zukünftigen Erfolg der Operation geschaffen. Nur über den Brückenkopf bei Weferlingen können die Streitkräfte der Bundeswehr mit genug Nachschub versorgt werden, damit die Offensive nicht ins Stocken gerät.


    Die zukünftigen Einsatzziele bestehen darin, die Siedlungen in Grenznähe zu sichern und den Brückenkopf bei Weferlingen zu halten. Ein Verlust dieser Stellungen bedeutet ein sofortiges Scheitern der gesamten Operation.

  • Nebeliger Morgen - 27.07.2019



    Bisher blieben die Versuche der NVA, Weferlingen zurückzuerobern erfolglos, obwohl die Verluste auf Seiten der westdeutschen Streitkräfte der vergangenen Tage unerwartet groß waren. Durch die schlechten Witterungsverhältnisse verzögert sich auch die Versorgung der Truppen mit Nachschub.


    Um den weiteren Erfolge der Offensive zu garantieren, wurde beschlossen das Dorf Walbeck, südlich von Weferlingen, zu nehmen. Die NVA hatte sich dort nur mit wenigen improvisierten Stellungen eingegraben. Aufgrund der Topographie ist das kleine Dorf, aufgrund der sich dort befindlichen Brücken, ein strategisch wichtiges Ziel.


    Ein Gegenangriff der NVA, nachdem das Dorf im mühsamen Häuserkampf gesichert wurde, blieb glücklicherweise erfolglos. Gemeinsam mit einem Zug Leopard A1A2 konnte der mechanisierte Gegenschlag erfolgreich durch die Infanterie abgewehrt werden.


    Aufgrund der schlechten Versorgungssituation und der Verzögerung der Verstärkung durch US-amerikanische Truppen, ist ein weiterer Erfolg der Offensive nicht sicher. Es werden bereits Pläne vorbereitet, die die Verteidigung des genommenen Gebietes und eine Fortsetzung des Angriffs im Frühling vorsehen. Genaue Einsatzbefehle werden in den nächsten Tagen ausgegeben.

  • Frühlingsgefühle - 31.07.2019


    Der Frühling ist da und die Stellungen, die durch die Soldaten der Bundeswehr zum Ende des Winters hin entlang der Frontlinien errichtet wurden, konnten erfolgreich gehalten werden. Der Sturm der NVA auf die errichteten Stellungen hat vor einigen Wochen aufgehört, vermutlich haben sich die Truppen der DDR weiter im Landesinneren eingegraben und warten auf die nächsten Schritte der Westmächte. Die Entscheidung, die Stellung zu halten und auf das vollständige Eintreffen der US-amerikanischen Kräfte und den Frühlingsbeginn zu warten, war die einzig richtige und hat viele Verluste vermieden.


    Die Fortsetzung der Offensive wurde nun durch einen gemeinsamen Vorstoß von US-Kräften, britischen Truppen und der Bundeswehr markiert. Während sich Kräfte Westdeutschlands auf das kleine Dorf Seggerde konzentriert haben und die dort eingegrabenen NVA Truppen gemeinsam mit einer Flankenbewegung durch leichte britische Infantrie-Einheiten zurückschlagen konnten, haben die Truppen der Amerikaner Boden in Ribbenstedt und Ribbensdorf gut gemacht.


    Der Widerstand der NVA ist definitiv größer geworden, frische Truppen wurde über die letzten Wochen Richtung Westen verlegt und die Stellungen entlang der Frontlinie verstärkt. Berichte von sowjetischen Truppen, die auf dem Weg in die Region sind mindern den Jubel über die Erfolge des letzten Vorstoßes etwas. Mit der Unterstützung durch die US-Truppen steht dem Erfolg der Operation allerdings nichts im Wege...

  • Sowjetische Unterstützung - 14.08.2019


    Nach den Erfolgen der letzten Wochen und Tage, gab es nun einen weiteren Rückschlag für Operation Westwind. Ein Versorgungs-Konvoi der vom Behelfsflugplatz der Bundeswehr Richtung Grenze bis nach Weferlingen verlegen sollte, wurde im süd-östlichen Bereich der Region in der Nähe der noch bestehenden Grenze aufgehalten und teilweise zerstört.


    Bei den Feindkontakten handelte es sich allerdings nicht nur um NVA-Truppen, sondern außerdem auch um eine erste sowjetische Speerspitze, die die Grenze in einem unübersichtlichen Waldgebiet übertreten hat. So konnten die Truppen unbemerkt bis auf unsere Nachschub-Routen vorrücken. Der Angriff konnte durch die Besatzung des Konvois und weiteren nachrückenden Truppen zunächst aufgehalten und zurückgeschlagen werden.


    Allerdings wird davon ausgegangen, dass sich vor allem kleinere Infanterie-Gruppen der Sowjets in den Waldgebieten rund um die Autobahnausfahrt im Süden festgesetzt haben. Der Nachschub wird nun über die umliegenden Landstraßen verteilt werden müssen, was die Nachschubsituation abermals verschlechtert.


    Inwiefern weitere sowjetische Truppen über dieses Gebiet nachrücken bleibt abzuwarten. Da die Front weiterhin ausgelastet ist, müssen zunächst weitere Verbände Richtung Süden verlegt werden, um den Sowjets die Stirn bieten zu können.

  • Die zweite Front - 17.08.2019


    Die sowjetischen Kräfte stehen inzwischen mit voller Stärke an der Seite der NVA-Truppen. Um die eigenen Truppen und die der NVA im Norden zu entlasten, hat ein größerer sowjetischer Kampfverband einen Vorstoß, 500km weiter südlich von Weferlingen, in der Oberpfalz bei der Gemeinde Cham gewagt und einen Angriff auf das Westdeutsche Staatsgebiet über die Tschechoslowakei eingeleitet. Da die Truppen der Westmächte nur sehr schlecht auf einen Angriff vorbereitet waren, konnten die feindlichen Kampfverbände bereits 20km ins Landesinnere vorrücken.


    Der Vormarsch beschränkt sich, aufgrund des unübersichtlichen und unwegsamen Geländes, vor allem auf Infanterie-Verbände, die durch massives Artillerie-Feuer unterstützt werden. Der Feind steht nur noch einige Kilometer vor der NATO-Basis Borderstone, die eine wichtige Funktion bei der Versorgung der Truppen im Norden übernimmt.


    Amerikanische Kampfverbände sind seit einigen Tagen mit der Verteidigung des Gebietes betraut, konnten aber den Angriff bisher nur Verlangsamen. Die Zerstörung einiger Selbstfahrlafetten durch eine kleine Gruppe amerikanischer Soldaten hinter den feindlichen Linien und die Abwehr eines Angriffes auf das Dorf Biberbach, ist der bisher einzige Erfolg. Kurz darauf ging allerdings der Funkkontakt zur Einheit verloren. Ihr Schicksal ist ungewiss.


    In Kürze sollen weitere britische und westdeutsche Truppen zur Verstärkung der amerikanischen Reihen eintreffen.