Operation Resolute Response - Januar bis Februar 2020 - Rosche



Operation Resolute Response

Januar bis Februar 2020

Rosche


Szenario Geschichte / Beschreibung:

Als Spätfolge des Zerfalls der Sowjetunion leitete die finnische Republik im Frühjahr 2018 offiziell ihren Beitritt zum Nordatlantikpakt ein. Russland intervenierte daraufhin militärisch und begann mit der Annexion finnischen Staatsgebiets und dem Ziel, strategische Zugänge zum Bottnischen Meerbusen resp. taktische Reichweite für ihren Raketenschild zu schaffen. Die Kräfte des sTs wurden in diesem Zusammenhang zwischen April und Mai 2018 im Raum Hellanmaa sowie März bis April 2019 im Gebiet um Ruha bei mehreren Operationen eingesetzt.


Der im Zuge der Finnlandkrise angerichtete politische Flurschaden und die harte Desillusionierung über den russischen Entwicklungsweg führte in vielen Staaten des Westens zu einer Verhärtung der Position gegenüber Russland. Der Kreml wiederum betrachtete dies als endgültige Bestätigung der feindlichen Gesinnung der NATO-Staaten und ergriff Maßnahmen, um die konventionelle Überlegenheit des Westbündnisses auszugleichen. Dies wurde unmittelbar evident als Präsident Putin im Januar 2020 a) die Modernisierung der Nuklearstreitkräfte für vollständig abgeschlossen und b) den sofortigen Beitritt Russlands zum Kantonpakt bekannt gab. Wenige Wochen später überraschte die russische Militärmacht den Westen mit einem plötzlichen, aggressiven Vorstoß über die baltischen Staaten und die Ukraine bis auf die amerikanischen Raketenbasen in Polen. Sowie kurz danach mit dem Einfall von CSAT-Truppen über die Nordostküste von Finnland kommend in das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.


Während die westlichen Regierungen zum frühen Zeitpunkt dieses Konflikts und angesichts der mutmaßlich voll funktionsfähigen taktischen Atomwaffenpotentiale Russlands fieberhaft auf eine politischen Lösung hinarbeiten, erhält die NATO gleichzeitig aus Brüssel die Freigabe zur Aufnahme konventioneller Kampfhandlungen.


Aktuelle Lage:

In Deutschland ist der Feind bereits tief in das Bundesgebiet vorgedrungen. Weite Teile nordöstlichen sowie östlichen der Elbe sind genommen. Weiterhin hat die Aufklärung ergeben, dass in der Region um Rosche die Elblinie bereits überschritten wurde. Mindestens zwei motorisierte Kompanien bewegen sich derzeit entlang der Bundesstraßen 191 und 493 Richtung Uelzen. Weitere Schützen- und Kampfpanzerzüge verlegen über die A10 und A24 mutmaßlich ebenfalls in diese Richtung. Vermutete Absicht der Kräfte ist es, den Elbe-Seitenkanal östlich von Uelzen zu überschreiten und das südöstlich der Stadt gelegenen Flugfeld als vorläufige Nachschub- und Operationsbasis zu beziehen.


Die eigenen Kräfte werden derzeit über Hamburg und Lüneburg verlegt, um sich westlich des Elbe-Seitenkanals um Uelzen zu sammeln. Sie befinden sich noch ca. 25 km nördlich des Flugfeldes. Aktuell im Sammelraum sind zwei Einheiten des sTs. Absicht ist es mit den vor Ort vorhandenen Elementen das weitere Anrücken der Vorauskompanie zu bremsen und nach Eintreffen aller Einheiten den Feind hinter die Elblinie zurückzuschlagen.



Mission #1:

Nachdem der NATO wichtige Aufklärungsdaten zugespielt wurden, konnte der Vormarsch der russischen Streitkräfte merklich verzögert werden. Auf Grundlage dieser Entwicklung wurde der Start der Operation "Resolute Response" modifiziert. Im ersten Schritt soll nun nicht mehr nur der Flughafen der Region genommen werden, sondern direkt ein Brückenkopf östlich des Kanals geschaffen werden. Zu diesem Zweck wird die sTs-Kompanie der Bundeswehr heute westlich des Kanals in Richtung Süden vorrücken und im Raum der aktuellen Frontlinie den Kanal überschreiten. Anschließend wird der Vormarsch nach Süden fortgesetzt und ein wichtiges Industriegebiet östlich des Flughafens zu nehmen. Dieses verfügt über den einzigen Binnenhafen der Region sowie über große Ressourcenlager, welche für die weitere Operationsdurchführung entscheidend sein können.


Die Sicherung des Rückraums wird aus Norden durch nachrückende Truppen der 313. Fallschirmjäger sowie Panzergrenadierbataillon 212 aus Norden sowie verbündete NATO Truppen des US-Marine Corps aus Westen übernommen. Minen im Kanal werden vor der eigentlichen Operation durch Kampftaucher beseitigt, welche ebenfalls die südliche Zugangsstraße zum Industriekomplex gegen anrückende feindliche Kräfte verminen sollen.


Unterstützung aus der Luft kann nicht gewährt werden, da die feindliche Luftabwehr in der Nähe stationiert ist. Feindliche Luftunterstützung ist nicht zu erwarten, da ebenfalls eigenen Luftabwehrstellungen den Luftraum über der Front unter Kontrolle halten.



Mission #2:

Nachdem die russischen Streitkräfte durch eigene Einheiten sowohl im südlichen, als auch im nördlichen Teil des Gebiets östlich des Kanals zurückgedrängt wurden, verübten gegnerische Spezialeinheiten, mutmaßlich GRU oder VDV SpezNas im langeholzer Wald Angriffe auf eigene Versorgungslinien. Hierdurch wurden mehrere Soldaten verletzt und getötet sowie eine nennenswerte Menge Munition und Material zerstört.

Aktuelle Funde im langeholzer Wald lassen darauf schließen, dass sich noch mindestens zwei Trupps feindliche Einheiten im Waldstück befinden und weitere Hinterhalte vorbereiten.


Aufgabe der sTs-Kompanie ist es, in den Wald einzudringen, die feindlichen Kräfte aufzuspüren und auszuschalten sowie, gefundene Sprengfallen zu entschärfen oder zu sprengen. Zur Räumung von Kampfmitteln am Boden wurde durch am Flughafen stationierte US-Einheiten eine EDDI-Drohne zur Verfügung gestellt.

Luftunterstützung kann durch einen Eurocopter gestellt werden, jedoch muss hier auf die nahe gelegene russische Luftabwehr geachtet werden.


Die Sicherung in Richtung Ost ist durch in Moelzen stationierte Truppen gesichert, ebenfalls ist die südliche Flanke durch Truppen im Industriegebiet sicher. Nördlich der Position werden noch russische Truppen vermutet.


Eine evtl. Aktualisierung des Auftrags wird je nach Lage in der Auftragsbesprechung erörtert.



Mission #3:

Nach unseren Erfolgen bei Tatern, Gross und Klein Liedern und einigen weiteren Dörfern, sind die russischen Streitkräfte in die Verteidigung gegangen. Für heute ist ein großangelegter Vorstoß die über ganze südliche Front bei Mehre und Hanstedt geplant. Aufgrund der Stellungen, die die russischen Kräfte bereits entlang der Front errichtet haben, werden mehrere Leopard- und Panzergrenadier- Züge mobilisiert.


Die Aufgabe der sTs-Kompanie wird es sein, die südliche Flanke der Hauptkräfte zu sichern. Dazu gilt es zunächst das Dorf Mehre zu nehmen, in dem sich feindliche Infanterie eingegraben hat. Sobald das Dorf genommen ist, beginnt der Angriff durch die Hauptkräfte auf Hanstedt. Währenddessen wird weiter die südliche Flanke gesichert. Je nach Feindlage ist ein späterer Angriff auf das Dorf Lehmke geplant. Zur Unterstützung werden zwei Leopard 2A5 zugeteilt.

Die Aufklärer konnten im Vorfeld bereits gute Arbeit leisten. Viele der Feindstellungen sind bereits aufgeklärt worden, allerdings ist mit weiteren kleinen Stellungen in Waldstücken und entlang von strategisch wichtigen Geländekanten zu rechnen. Es ist außerdem mit einer großen Menge feindlicher gepanzerter Fahrzeuge zu rechnen, sowohl Schützen- als auch Kampfpanzer.


Luftunterstützung steht aufgrund der feindlichen Flugabwehrstellungen nicht zur Verfügung. Artillerieunterstützung kann im Notfall angefordert werden.




Mission #4:

Rückschläge

Russischer Angriff auf Hanstedt kann mit Mühe abgewehrt werden.

Szene nach dem russischen Angriff - Sanitäter kämpfen um das Leben ihres Kameraden


Nachdem unsere Streitkräfte in den letzten Wochen immer wieder neue Erfolge vermelden konnten, wurden Sie diesen Mittwoch durch einen russischen Großangriff im Süden des Landkreises Rosche scheinbar vollkommen vom Feind überrascht. Unsere Reporter vor Ort mussten sich selber in Sicherheit bringen, als mehrere Panzerzüge der russischen Angriffsarmee den Ansturm mechanisierter Infanterie auf einer Breite von fast 5 Kilometer deckten und die Stellungen der Bundeswehr unter Beschuss nahmen. Leider verloren bei diesem Angriff mehrere deutsche Soldaten ihr Leben. "Wir trauern um unsere gefallenen Kameraden und mein tiefstes Mitleid gilt ihren Familien!", Generalleutnant Hemelstatt gab sich bei der Pressekonferenz ungewohnt emotional, bevor er in gewohnt sachlichem Tonfall die aktuelle Lage weiter beschrieb.


Laut diesen Angaben ist die Situation an der Frontlinie wieder unter Kontrolle. Man habe "zwar etwas Boden verloren, aber die wichtigen Stellungen rund um Hanstedt halten können. Die zivile Infrastruktur wurde dabei nur leicht in Mitleidenschaft gezogen.", so Hemelstatt. Dem vorausgegangen waren Proteste der Bewohner des Landkreises, die sich schockiert über die Zerstörung ihrer Häuser und Höfe zeigten. Auch wenn die Evakuierung vor zwei Monaten sehr geordnet Ablief und fast alle Bewohner ihr Hab und Gut in Sicherheit bringen konnten, zeichnen sich doch erste Bedenken ab, wie ein Leben in der Region nach dem Krieg aussehen soll.


Wir sprachen zu diesem Thema mit dem Stadtverordneten Thomas Braukmann in einem der Flüchtlingsheimen in Hannover. "Es kann doch nicht sein, dass es sich jetzt schon abzeichnet, dass die Bürger der betroffenen Regionen, nachdem sie bereits durch die russische Armee vertrieben wurden, auch noch Gefahr laufen, die Last des Wiederaufbaus nach dem Krieg alleine zu tragen. Ich fordere die Verantwortlichen aller NATO-Streitkräfte nachdrücklich dazu auf, jegliche Beschädigung unserer Infrastruktur zu vermeiden, wo es nur geht!"


Braukmann, der jetzt bereits als Spitzenkandidat für mehrere hohe Posten der Landesregierung nach dem Krieg gehandelt wird, stellt sich mit seinen Forderungen klar hinter Bündnisse, die den Krieg schnell und mit allen Mitteln nach Russland tragen wollen und den zivilen Rückzug in die betroffenen Regionen schon ermöglichen wollen, sobald die Frontlinie sich 5 Kilometer weit verschoben hat.



Mission #5:

Um an der verhärteten südlichen Front nicht unnötig mehr Leben und Material in einem Frontalangriff auf die russischen Stellungen zu riskieren, wenden wir uns nun dem nördlichen Gebiet rund um Oetzendorf zu. Hier hat der Russe sich früh eingegraben, jedoch in den letzten Tagen immer mehr Streitkräfte in den Süden abgezogen, sodass dies Ortschaft Oetzendorf nun genommen werden kann. Da die vor Ort noch vorhandenen Kampfpanzer bei der weiteren Befestigung der südlichen Frontlinie gebraucht werden, ist es nun dringend nötig geworden, die Lufthoheit der russischen Armee zu brechen, um den Einsatz unserer nun in die Region verlegten Kampfhubschrauber vom Typ "Tiger" zu ermöglichen. Zu diesem Zweck hat sich ein Team des KSK hinter die feindlichen Linien begeben und hat sich nahe dem "Oetzer Gehege" in Stellung gebracht. Diese Einheit wird eine bekannte Luftabwehrstellung der Russen bekämpfen.

Gleichzeitig wird sich ein Zug Infanterie aus Westen durch das Waldgebiet "Brandgehege" Oetzendorf nähern und den Angriff auf die Ortschaft beginnen mit dem Ziel, die Ortschaft bei Tagesanbruch zu nehmen.


Der Infanterie ist ein Tiger zugeteilt, dieser kann eingesetzt werden, sobald die nördliche Luftabwehrstellung ausgeschaltet ist. Weitere gepanzerte Kräfte können für den Angriff nicht gewährt werden, Artilleriebatterien sind zurzeit nicht in Reichweite.





Mission #6:

Nach der erfolgreichen Einnahme von Oetzendorf bei gleichbleibendem Druck auf die südlichen Bereiche ist die russische Armeeführung scheinbar in ein kurze Schockstarre verfallen oder scheint sich neu zu organisieren. Dies soll ausgenutzt werden, um im Norden mehr Boden gut zu machen. Zu diesem Zweck wird die Einheit von von Oetzendorf aus auf Testorf vorrücken, dieses nehmen und nach Möglichkeit handstreichartig die Gebiete Schlagte und Hagen ebenfalls nehmen, um unseren Kampf mehr in die Tiefe zu tragen.


Unterstützung wird erneut durch das US Militär gestellt, welches einen AH-64 zur Verfügung stellt. Ebenfalls stehen in FOB Munster Panzerhaubitzen in Bereitschaft. Sobald Testorf genommen ist, werden weitere Gruppen eigener Panzergrenadiere zum Halten der Ortschaft nachrücken, sodass Mannstärke für das Vorrücken zur Verfügung steht.


Es ist aus strategischer Sicht wichtig, die aktuelle Lage auszunutzen und die Front in die Tiefe zu tragen, da es nicht absehbar ist, wann eine solche Gelegenheit wieder geboten wird. Daher wird allgemein zur Eile gedrängt. Die Infanterie erhält dazu erneut gewohnte Motorisierung.


Sollte der Feind aus Süden einen stärkeren Gegenangriff organisieren, werden wir diesen durch massiven Artilleriebeschuss abwehren, sodass die Sicherung der südlichen Flanke auf die Aufklärung und Meldung von Feindverbänden beschränkt werden kann!


Anbei zwei Satellitenaufnahmen, die während ihres letzten Einsatzes gegen Oetzendorf gemacht wurden. Wir gehen davon aus, dass der Feind sich weiter eingegraben hat, jedoch höchstens zusätzliche Infanterie ins Gebiet verlegt hat.



Mission #7:

Um das Momentum im Norden aufrechtzuerhalten und zu nutzen, wird im Verlauf des heutigen Tages ein Großangriff auf die Dörfer Oetzen und Stocken durchgeführt. Zusätzlich werden Truppenverbände mit der Unterstützung der Amerikaner auf Ratzlingen im Süden vorrücken. Der Feind ist gut aufgestellt und hat seit einigen Tagen massive Feuerunterstützung durch Artilleriefeuer.

Um den Angriff zu unterstützen werden außerdem mehrere kleinere Infanterie-Verbände für Unruhe hinter den feindlichen Linien sorgen. Dazu zählt das Aufhalten von Verstärkung und die Zerstörung von eventuellen Artillerie-Stellungen der russischen Streitkräfte.


Auftrag der sTs Kompanie wird sein, von Testtorf Richtung Süden über Bruchwedel und Neumühle vorzurücken, um hinter den feindlichen Linien für Ablenkung zu sorgen. Neumühle liegt direkt an der vermuteten sekundären Nachschubroute. Eventuell können dort Nachschubkonvois oder Verstärkung der Feinde aufgehalten werden. Zusätzlich dazu, werden in den Waldstücken östlich und südlich von Neumühle feindliche Artillerie-Stellungen vermutet. Falls möglich sollen auch diese zerstört werden.

Leider liegen uns keine weiteren Aufnahmen von Bruchwedel vor, außer einem Bild vom jährlich stattfindenden und weltweit bekannten Trekker- und Oldtimer-Treffen Bruchwedel. Von Neumühle liegen uns Luftbilder vor.



Mission #8:

Neuste Berichte einer Partisanengruppe im polnischen Livonia berichten, dass die russischen Streitkräfte Kampfhelikopter in das Frontgebiet verlegen und damit eine geplante Offensive im Norden von Rosche in Richtung Hamburg unterstützen wollen. Diese Helikopter werden kurzzeitig nahe der Front stationiert, um dort gewartet zu werden.


Diese Chance wollen wir nutzen, um den improvisierten Landeplatz der Helikopter durch Kräfte hinter der Front anzugreifen und die Helikopter zu zerstören. Laut unserer Aufklärung befindet sich die russische FOB auf einer großen Lichtung nördlich von Rosche. Anbei stellen wir ein altes Bild des Feldes aus einem Polizeibericht vor dem Krieg zur Verfügung, weitere Aufklärung in Bildform gibt es zur Zeit nicht.


Ihre Gruppe hat das Waldgebiet nördlich der russischen FOB infiltriert und bereitet sich dort zurzeit auf den Angriff vor.


Nach der Zerstörung der Helikopter müssen Sie sich schnell wieder in Richtung Norden zurückziehen. Meiden Sie auf Ihrem Rückzug unbedingt das kontaminierte Gebiet.



ENDE DER KAMPAGNE

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    Meiestrix Lieutenant Colonel